Inklusion durch mehr Teilhabe im allgemeinen Arbeitsmarkt

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Der geschäftsführende Vorstand steuert die Aktivitäten des Verbandes und seiner Geschäftsstelle.
Die Sprecherinnen und Sprecher der lag if beraten den Vorstand im erweiterten Vorstand und organisieren und bündeln die Arbeit in den Bundesländern.

Inklusion durch mehr Teilhabe im allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen

Es gibt in Deutschland rund 850 Integrationsfirmen – die Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen e. V. (bag if) unterstützt dabei Arbeitgeber des Arbeitsmarktes, welche „Inklusion“ umsetzen.

Unser Geschäftsführer und (sehr geschätzter!) Chef, Bertram Sellner, wurde übrigens im Juni bei der bag if-Jahresmitgliederversammung 2015 in Goslar einstimmig in den Vorstand gewählt (Link zur Hompage) und sein Amt wurde in der Jahresmitgliederversammlung in Bonn 2016 bestätigt!

Die bag if tritt dabei nicht nur für eine finanzielle Unterstützung der Integrationsfirmen ein, sondern kümmert sich auch intensiv um eine Erhöhung der Rahmenbedingungen inklusiver Unternehmen.

Integrationsfirmen sind übrigens sehr erfolgreich auf dem Markt vertreten und können eindeutig als Leuchtturmprojekte auf andere Arbeitgeber bezeichnet werden.

Aber was ist eigentlich „Inklusion“?
Inklusion heißt eigentlich „Einschließen“ oder „Einbeziehung“, z. B. psychisch kranke und nichtkranke Mitarbeiter wieder auf gleicher Augenhöhe gemeinsam arbeiten können. Das Ganze passt sich individuell dem Mitarbeiter an. Inklusion ist übrigens in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben und ein Menschenrecht. Die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen fordert im Artikel 27 eine gleichberechtigte Teilhabe.

In seinem Vortrag „Inklusion als Basis der Demokratie“ auf dem VdK-Forum: „Inklusion ist machbar – eine Gesellschaft ohne Barrieren nützt allen“ hat Herr Prof. Dr. Heribert Prantl die passenden Worte für Integration/Inklusion gefunden: (Zitat aus Seite 35 des Forumberichts, hier der Link dazu: VdK-Forum: Inklusion ist machbar – eine Gesellschaft ohne Barrieren nützt allen)

„Diese zwei Begriffe gehen durcheinander, sie werden manchmal synonym gebraucht; manchmal wird von Inklusion geredet als einer Steigerungsform, als einer besonders anspruchsvollen Form der Integration. Wenn wir uns die lateinischen Ursprünge der Wörter anschauen, sagt das schon einiges: Integrare heißt wiederherstellen, zusammenschließen. Und Inclusio bedeutet Einschluss, die Zugehörigkeit…“

Der alte Begriff „Integration“ wird zukünftig ersetzt durch „Inklusion“. Deshalb werden auch die Integrationsfirmen in Inklusionsunternehmen umbenannt.

Psychische Erkrankungen nehmen drastisch zu und folglich wollen psychisch kranke Menschen ihren Lebensunterhalt selber verdienen ohne ausschließlich oder dauerhaft von staatlicher Unterstützung abhängig zu sein. Die inklusiven Unternehmen am Arbeitsmarkt sparen somit auch Ausgaben des Staates!

Die Beschäftigungschanchen von Menschen mit Behinderungen haben sich am allgemeinen Arbeitsmarkt übrigens nicht signifikant verbessert.
Die Integrationsfirmen(Inklusionsfirmen)  tragen aber wesentlich zur Umsetzung der UN-Konvention bei.

Was ist eigentlich ein Integrationsunternehmen (Inklusionsunternehmen) bzw. eine Werkstatt für behinderte Menschen?

„Ein Integrationsunternehmen ist ein juristisch selbstständiger besonderer Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes. Er zeichnet sich durch die Besonderheit aus, dass er wirtschaftliche Ziele verfolgt und gleichzeitig dauerhaft auf einem großen Anteil (25 bis 50 %) seiner Arbeitsplätze Menschen mit Behinderung beschäftigt. Integrationsunternehmen zählen genauso wie Integrationsbetriebe und Integrationsabteilungen zu den Instrumenten des SGB IX zur dauerhaften beruflichen Integration“
Aus Wikipedia.org/wiki/Integrationsunternehmen

„Die Werkstatt für behinderte Menschen (offizielle Abkürzung: WfbM) ist nach deutschem Recht eine Einrichtung zur Eingliederung von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben („Berufliche Rehabilitation“) bzw. Integration (siehe Eingliederungshilfe). Die entsprechenden Einrichtungen sind in Deutschland in der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM) organisiert, auf europäischer Ebene besteht die European Association of service providers for persons with disabilities (Europäische Vereinigung der Dienstleister für Menschen mit Behinderungen[1])behinderter Menschen.“
Aus wikipedia.org/wiki/Werkstatt_für_behinderte_Menschen

Zum Bundesteilhabegesetz (aus „Inklusion durch Arbeit –Kurzfassung- Mehr Teilhabe im allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung“, Punkt 3.4):

Bei der Gestaltung des neuen Bundesteilhabegesetzes muss dem Wunsch- und Wahlrecht der Anspruchsberechtigten Rechnung getragen werden und der Anspruch auf Teilhabe an Arbeit auch im allgemeinen Arbeitsmarkt realisiert werden können.
Das Budget für Arbeit ist deshalb gesetzlich zu verankern. Um Werkstattbeschäftigten eine sozialversicherte Beschäftigung am Ort ihrer Wahl, also auch im allgemeinen Arbeitsmarkt, zu ermöglichen, dürfen die im Gesetz vorgesehenen „anderen Leistungsanbieter“ nicht den festgeschriebenen Standards der WfbM unterliegen.
Zuverdienstbeschäftigung für Menschen mit psychischen Behinderungen muss als niedrigschwellige Form der Teilhabe am Arbeitsleben im Bundesteilhabegesetz eine gesetzliche Grundlage finden“.

Übrigens wurde der Irseer Kreis Versand im Jahr 2016 bei der Jahrestagung der bag if mit dem Rudolf-Freudenberg-Preis ausgezeichnet (Link zum Artikel).

Auf folgendem Link können Sie die bag if-Broschüre „Inklusion durch Arbeit – mehr Teilhabe im allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung“ lesen und/oder herunterladen: bag_if_inklusion_durch_arbeit

 

 

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